GERALD NESTLER

 

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Lebt und arbeitet in Wien.



Gerald Nestler beschäftigt sich künstlerisch wie theoretisch seit Mitte der 1990er Jahre mit der Agglomeration aus Ideen, Modellen, Praktiken und Narrativen, die unter der Bezeichnung Finanzindustrie eine paradigmatische Rolle in der Erzeugung heutiger gesellschaftlicher Realitäten einnimmt. In seiner Arbeit treffen Performance, Installation, Video, Stimme, Sound und Text in spekulativen Laboratorien auf philosophische, wissenschaftliche und theoretische Überlegungen und erzeugen experimentelle Situationen, in welchen die Erfahrung der kontingenter Gegenwart gegen eine derivativ zugerichtete Zukunft gewenden wird.

Nestler studierte an der Akademie der bildenden Künste. Von 1994-1997 betrieb er als Broker und Trader Feldforschung im Finanzsystem. 2003 erhielt er das Österreichische Staatsstipendium für bildende Kunst, 2008 das Atelierstipendium des Bundes in Peking/Nanjing sowie 2009 in Krumau und 2016 das ISCP/New York Stipendium. Aus einem Forschungsstipendium der Stadt Wien (2003) entstand die Publikation Yx. fluid taxonomies—enlitened elevation—voided dimensions—human derivatives—vibrations in hyperreal econociety (2007 bei Schlebrügge Editors Wien erschienen), die sich als Künstlerbuch und Reader der Ökonomie als Feld künstlerischer Forschung widmet. 2015 erschien MAKING OF FINANCE, herausgegeben von Armen Avanessian und Gerlad Nestler, Merve Verlag, Berlin.

Nestler unterrichtete an der Webster University Vienna und promovierte (PhD) 2017 am Centre for Research Architecture, Department of Visual Cultures, Goldsmiths, University of London.